was da mal war... | ![]() |
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Der Verein Talklang e.V. wurde 1996 in Wuppertal gegründet und 2003 aufgelöst. Portrait des Vereins Talklang Bis Mai 2000 hat Talklang insgesamt 47 Einzelkonzerte mit 288 Musikern aus über 30 Ländern vor mehr als 18.000 Besuchern veranstaltet. Alle bisherigen Musikveranstaltungen sowie unsere Partner sind auf der Seite "Konzertaktivitäten" zusammengefasst. Der Verein Talklang
wurde im Januar 1996 in Wuppertal von Personen gegründet, die ihre
Neugier zu unbekannten Musikkulturen der Welt für sich entdeckt hatten
und nach Möglichkeiten suchten, diese in der Region live erleben
zu können. Viele der Mitglieder von Talklang sind selbst Künstler oder haben unmittelbar mit Kunst zu tun, daher wird immer ein höchstes Niveau für jede Veranstaltung angestrebt, alle Bedingungen für den Erfolg einer Aufführung werden nach Möglichkeit optimiert, beginnend mit Werbung und Marketing im Vorfeld, der Wahl eines adäquaten Veranstaltungsorts und der notwendigen Technik sowie der einfühlsamen Betreuung von Künstlern und Publikum vor Ort. Nach dem ersten Talklang-Konzert mit dem Paco de Lucia Septett in der Wochen vorher schon ausverkauften Stadthalle Wuppertal, fand schon im Sommer desselben Jahres das erste Talklänge-Festival in der alten Börse bzw. deren schönem Garten unter großer Publikumsresonanz statt. Die fulminante Entwicklung der sogenannten Weltmusik war damals noch nicht abzusehen, heute kann man schon von einer eigenen Musikbranche sprechen, mit eigenen Sendungen in Funk und Fernsehen, einer speziellen Messe, der WOMEX, mehrere Radiosender, z.B. Funkhaus Europa, widmen sich sogar ausschließlich diesem Thema. Weltmusik ist der
Schwerpunkt der Vereinsarbeit, um die hiesige Konzertlandschaft damit
zu bereichern. Aus dem gleichen Grund gab es auch Auftritte mit weltweit
gefeierten Stars der zeitgenössischen Konzertmusik, deren Akzeptanz
beim Wuppertaler Publikum jeder konventionelle Veranstalter bezweifelt
hätte, so zum Beispiel dem Auftritt des Kronos Quartets, welches
erstmals von Talklang in der Region verpflichtet wurde. Seit 1997 machen Mitglieder von Talklang regelmäßig Radiosendungen sowohl in Radio Wuppertal unter dem Motto "Tarantella", als auch im Radio RSG, jeden 1. Mittwoch im Monat: "Multikulti", wo ganz aktuelle Musik und relevante Informationen zu hören sind. Diese insgesamt nun über 70 Sendungen haben ihr dankbares Stammpublikum gefunden und genießen einen guten Ruf. Noch vor der großen Kuba-Welle begann Talklang Konzerte von Künstlern dieser musikbegeisterten Insel. Zusammen mit dem Live-Club-Barmen wurde daraus die Reihe "Cuba, Salsa und Mehr" die mit sechs mehr als gut besuchten Abenden im hoffnungslos ausverkauften Konzert von "Omara Puortuondo y Grupo" in der Wuppertaler Stadthalle ihren unvergesslichen bisherigen Höhepunkt im April 2000 feiern konnte. Doch nicht Musik allein gehört zu den Aktivitäten des Vereins. Anläßlich der Talklänge' 97 wurden drei große Skulpturen des Bildhauers Serban Rusu für ein Jahr im Park der Stadthalle aufgestellt sowie mehrere Ausstellungen bildender Künstler organisiert oder unterstützt. |
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Das Ende Das Tal klang mal Liebe Freunde von Talklang, auf seiner Mitgliederversammlung am 18. Juli 2003 hat der Wuppertaler Verein "Talklang" seine Auflösung beschlossen. Nach fast sieben Jahren intensiver Arbeit für die Kultur in Wuppertal sehen wir uns jetzt nicht mehr in der Lage, die - ausschließlich ehrenamtliche - Tätigkeit in dieser Form weiter zu führen. Seit unserer Vereinsgründung 1996 haben wir vier große Festivals und über 80 Konzerte in Wuppertal ausgerichtet, die über 30000 Besucher anzogen. Beteiligt waren 70 Bands mit insgesamt 450 Musikern aus 44 verschiedenen Nationen. Etliche davon sind vom WDR/Funkhaus Europa mitgeschnitten worden und haben überregionale Aufmerksamkeit erlangt, wie u.a. Berichte in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, RTL und VIVA bestätigen. Große Highlights waren zum Beispiel die Konzerte mit Paco de Lucia, Juliette Gréco und Omara Portuondo. Aber vor allem die unzähligen Konzerte mit Musikern aus aller Welt und neun Worldmusic-Partys haben dafür gesorgt, die "Weltmusik" im Tal populär zu machen und gemäß unseren Vereinszielen zum Verständnis zwischen den Kulturen beizutragen. Dabei haben wir lediglich für die großen "Talklang-Festivals" (1996, 1997, 2001, 2002) geringe finanzielle Unterstützung von Seiten der Stadt erfahren. Alle Bemühungen um städtische Förderung oder auch nur um eine finanzielle Absicherung durch Ausfallbürgschaften sind leider ohne Erfolg geblieben. Das Wuppertaler Kulturbüro hat bedauerlicher Weise offenbar auch nach zwei Jahren noch keine Strukturen gefunden, welche in der Lage wären, die Arbeit von freien Trägern aktiv zu unterstützen. Kulturarbeit
in einem Umfang, wie "Talklang" sie bisher geleistet hat, ist
langfristig auf rein ehrenamtlicher Basis und ohne jegliche öffentliche
Unterstützung nicht möglich. Wir hören deshalb auf, wenn´s
(noch) schön ist: Mit zwei herausragenden Veranstaltungen in dieser
Woche - Brötzmann´s Chicagos Tentett im Haus der Jugend Barmen
und der großen "Globalista-Party" im Café Ada und
45rpm haben wir uns nunmehr verabschiedet. Uli
Armbruster (künstlerischer Leiter), Claudia Wotsch (1. Vorsitzende),
Stefan Sandkühler (2. Vorsitzender) STIMMEN DAZU: Es ist
sehr bedauerlich und zeigt, wohin die Reise kulturell in diesem Land gehen
könnte. Ich bedanke mich für die Zusendung der Infos zu den Mit großem
Bedauern habe ich soeben die Nachricht von der Auflösung von Talklang
gelesen. Obwohl ich seit einiger Zeit in Frankreich lebe, habe ich immer
wieder an die hervorragenden Veranstaltungen gedacht und die Arbeit verfolgt.
Gemein!!!
...wenn auch aus der relativen Ferne eines Kölner Fahrradfahrers
habe ich Eure Arbeit sehr bewundert. Eine
äußerst traurige Nachricht. es tut
mir sehr leid für Euch.....vielleicht etwas neues wartet auf euren
nächste Idee. Alles, alles gute. Traurig,
traurig, und es trifft nicht nur das Tal. Die ganz Bundesrepublik ist
einem gefährlichen Fahrwasser, was die Kultur angeht. Nur noch das
Große, das Spektakuläre, oft auch das Banale kriegt immer noch
irgendwoher Geld (ich überspitze vielleicht, aber vielleicht auch
nicht?) Das ist
sehr bedauerlich, mein lieber Uli, aber dies ist nicht deine persönliche
Niederlage, sondern die Niederlage der städtischen Kräfte, die
es mit wenigen Mitteln und gutem Willen hätten richten können.
Aber wenn die Phantasie fehlt, steht nicht zu erwarten, dass man sich
mit Inhalten identifizieren kann und der Aufgabe gerecht wird, für
*alle* BürgerInnen "da" zu sein. Die Kulturlandschaft in
NRW ist wieder mal ein Stück ärmer geworden. Die Medien hämmern
dem Eine
wahrlich schlechte Nachricht. Ich habe euer Programm über Jahre verfolgt
und finde es bedauerlich, dass Kulturpolitik und das vielgerühmte
Sponsoring in diesem Segment nicht greift. Ich wünsche Dir / Euch
trot zallem Mut für einen wie auch immer gearteten Neuanfang. "wenn
einmal die Musik schweigt, so hört sich alles tanzen auf", H.C.
Artmann. das Herz
ist mir schwer. Die wunderbaren Infos von Dir zu all den wunderbaren Konzerten,
die ich leider nicht immer besuchen konnte, wie werde ich sie vermissen.Geht
jetzt der "Gute Ton" die Wupper runter ? Ich hoffe doch nicht
! Ich bedanke mich nochmal für die außerordentlich gute Zusammenarbeit. schade,
schade. es ist
schon schockierend, dass die Wuppertaler Kulturadministration - trotz
68er in den eigenen Reihen - in den letzten Jahrzehnten nicht schlauer
geworden ist! Statt gesellschaftliche Veränderungen und Diskurs zu
unterstützen, was gerade durch die global arbeitenden Künstler
in der Weltmusik-Szene und Organisationen gesellschaftlichen Engagements
wie Euren Verein geleistet wird, spart man Euch weg - und damit viele
Lebensqualitäten, die in Zeiten wirtschaftlicher Rezession wichtiger
denn je sind. für
die Wuppertaler Kulturszene ist die Auflösung des Vereins Talklang
schlichtweg eine Katastrophe. Ich weiß ja selber, dass die Haushaltssituation
der Stadt katastrophal ist, aber unabhängig davon hätte es sicherlich
Möglichkeiten einer besseren Unterstützung gegeben. Ich kann
nur hoffen, dass Sie sich auch weiterhin in der Konzertszene engagieren,
damit zumindest einige Ideen von Talklang weiterleben. Was für
eine Nachricht..... Es ist Schade, dass Talklang nicht weitergehen kann.
Ich bin gespannt, was es aber neu geboren wird. Alles Gute. Ihr Tapferen- Zeit
für den Trauermarsch im Tal - das trübt die Akkustik bis in
die Landeshautstadt und weit darüber hinaus. es war immer ein Stück
"Zuhause sein" auf Euren Veranstaltungen und Festivals. Danke
für die vielen schönen Erlebnisse. Ich hoffe man trifft sich
hier und da. ich habe
die Nachricht gelesen im WZ und war ganz traurig darüber. Ihr hat
immer so ein schönes Programm anbieten und die Qualität war
sehr gut. Danke!! das hör
ich gar nicht gern....schade.....wirklich.... alles gute dennoch wenn
man diese Nachricht liest, könnte man sich fragen, was Ihr falsch
gemacht habt. Grundsätzlich schlecht gearbeitet, mangelnde PR, zuwenig
handshakings auf kommunaler Entscheidungsebene? ihr habt
die Konsequenzen gezogen, was ich verstehen kann, trotzdem natürlich
sehr schade finde. Hoffentlich ist es ein Signal für die Kulturpolitik
in Wuppertal und in Gesamt NRW. schon
wieder so eine schlechte Nachricht - dieses Konzertsterben nimmt erschreckende
Ausmaße an - wollen wir in Zukunft endgültig nur noch den reinen
Kommerz? Nur noch das anbieten, was uns die Massenmedien tagtäglich
als "Musik" verkaufen? die Nachricht
von der Auflösung des Talklang-Vereins hat mich sehr betroffen gemacht.
Auch wenn ich nicht zu den regelmäßigen Besuchern Eurer Konzerte
gehörte, erinnere ich mich doch an zahlreiche ungewöhnlich und
erlebnisreiche Veranstaltungen, die das Kulturspektrum unserer Stadt entscheidend
mit geprägt und bereichert haben. Dass Eure Initiative am Ende ist,
macht mich traurig, da ich als ebenfalls ehrenamtlich Tätiger weiß,
was dahinter für eine immense Arbeit steckt. Und auch ich habe schon
das eine oder andere Mal am Sinn meines Tuns gezweifelt. Bisher war die
Devise aber immer weitermachen. Die Zeiten sind so schwer
für die Kunst, dass man verzweifeln möchte. Aber ich kann Euch
verstehen. Es macht auch keine Freude immer am Abgrund zu
arbeiten. das stete
"immer am Rande" arbeiten kennen wir in Frankfurt auch sehr
gut und wissen um das enervierende Gefühl, das sich dabei einstellt.
Während Politiker auch in Frankfurt auf ihrer Agenda haben, "das
Ehrenamt im Bereich der freiwilligen Leistungen zu stärken",
was im Klartext nix anderes als KÜRZUNG bedeutet, wird es immer schwerer,
den äußeren Bedingungen und manchmal auch dem inneren Schweinehund
angesichts dieser demotivierenden Umstände zu trotzen. mit grossem
Bedauern nehme ich das Ableben von Talklang zur Kenntnis! Es ist - schlichtweg
- ein Armutszeugnis für die Kulturpolitik der Stadt Wuppertal! es ist
wirklich sehr schade, daß Ihr das Handtuch werft (oder werfen müßt!).
Das, was Ihr in Wuppertal auf die Beine gestellt habt, besaß im
Weltmusiksegment eine derartige Einzigartigkeit, daß man jetzt gar
nicht mehr dran glauben mag, daß Künstler aus diesem Genre
in Zukunft einen Fuß auf Wuppertaler Boden setzen werden. Keine
Unterstützer dieser Musik = keine Promoter dieser Musik = keine Zuschauer
für diese Musik. Eine Abhängigkeit, die auch die Stadt Wuppertal
auf Dauer zu spüren bekommt, wenn Leute von außerhalb einfach
fernbleiben. Aber das ist eine andere Geschichte. Schwarzer
Juli : Compay Segundo ist tot - Celia Cruz ist tot - und nun auch noch
Talklang e.V. !!!!! leider
ist Fakt, dass engagierte, fantasievolle Menschen, die Wuppertal kulturell
belebt haben weichen müssen und Betonköpfe (männlich wie
weiblich), die mit ihren eisenharten Hintern Positionen besetzen, die
ihnen nach all dem was sie nicht geschafft haben längst nicht mehr
zustehen, nach wie vor da sind. Sie werden weiterhin weder etwas Sinnvolles
initiieren noch Sinnvolles erhalten. Das ist das maßlos Traurige.
Wie immer bleibt, weil angeblich kein Geld da ist, das Soziale und Kulturelle
-und hier eben "Talklang"- auf der Strecke. Ihr werdet nicht
die Letzten sein! Wann sind wir dran? Schade!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Danke für alle schönen Veranstaltungen und alles Gute für
die Zukunft. good
music never dies but good producers must survive! Ein kompetenter
Partner in Sachen Interkutur, ein Leistungsträger und unermüdlicher
Integrationspartner hat den Kampf ums Überleben verloren! Tja,
leider hört sich das alles richtig logisch und folgerichtig an, und
ich habe mich immer gefreut, daß es Euch gab. Meine Einschätzung
der jetzigen Kultursituation im Tal liegt Eurer insgesamt und daher auch
gar nicht so fern, und wir werden sehen, welche Desaster in den kommenden
Tagen... noch auf uns alle zukommen. Nichtsdestotrotz aber muß und
wird es irgendwie weitergehen, auch wenn sich der ein oder andere abnabelt
(Was ja auch schonmal ganz wichtig für das Selbst ist.). das ist
ja wirklich zum Kotzen!!! Da hätte die Kommune ja wohl die Chance
gehabt, mit relativ geringem finanziellen Engagement durch "Ausnutzung"
ehrenamtlichen Engagements an Renomme zu gewinnen. Pressestimmen
zur Talklang-Aufösung:
CW 25.7.2003
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